KARRIERE IM BETRIEB 

Als ausgelernte/-r Maler/-in und Beschichtungstechniker/-in entscheidest du, wie es weitergeht: Bleibe ich in meinem Lehrbetrieb oder bewerbe ich mich anderweitig? In den meisten Betrieben wirst du in allen Bereichen zu tun haben, die du in der Lehre im Malerhandwerk kennengelernt hast. 

Nutze deine Stärken

Je nach Größe und Ausrichtung deines Betriebs und abhängig von deinen Fähigkeiten kannst du dich für deinen weiteren Karriereweg auf bestimmte Bereiche fokussieren.

Du bist kommunikativ? Wer gut kommunizieren kann, wird seinen Meister häufiger in Kundengesprächen unterstützen oder sich mit Architekten abstimmen.

Du planst gerne? Wenn du gut darin bist, einen Malerauftrag im Detail vorzubereiten und zu planen, dann kannst du dich hier etablieren.

Du packst gerne mit an? Du bist hauptsächlich der Macher auf der Baustelle, der sich durch handwerkliches Geschick auszeichnet und immer besser wird.

Mache den Meister

In einer beruflichen Weiterbildung, der sogenannten Meisterschule, kannst du zum/zur Malermeister/-in werden. Diese dauert ein bis zwei Jahre. Für den Schritt in die Selbstständigkeit ist es empfehlenswert, die Meisterschule zu absolvieren. Für deinen Meisterbrief musst du die Abschlussprüfung bestehen.

Wenn du selbst Lehrlinge ausbilden möchtest, ist außerdem der Nachweis einer erfolgreich abgelegten Ausbilderprüfung verpflichtend. Die Kurse zur Prüfungsvorbereitung sind kostenpflichtig.

Selbstständigkeit

Gründe deinen eigenen Betrieb, spezialisiere dich und bilde selbst Lehrlinge aus. Wenn du Führungspotential mitbringst, ist die Gründung eines Malerbetriebs ideal für dich. Im Malerhandwerk sind die Hürden für junge Unternehmer niedriger als in manch anderem Beruf – Qualifikation und Eignung natürlich vorausgesetzt.

Warum ein eigener Malerbetrieb?

Wenn du als Voraussetzung die Meisterprüfung mitbringst, unternehmerisch denkst und ein Händchen hast für wirtschaftliche Zusammenhänge, kannst du im Malerhandwerk schnell dein eigener Chef werden. Im Gegensatz zu anderen Branchen benötigst du keine große Werkstatt und kein Ladengeschäft. Auch halten sich die Erstanschaffungen in Grenzen.

Was du dafür brauchst?

Eine gute Beratung vorab ist extrem hilfreich und wichtig. Hier kann dir ein Coach und auch das Arbeitsamt helfen.

  • ein Büro

  • einen Computer

  • ein Handy

  • ein Auto

  • Arbeitsmaterial

  • Werkzeug

  • Briefbögen und Visitenkarten

  • eine gute finanzielle Grundlage, um für die Materialkosten deiner ersten Aufträge in Vorleistung gehen zu können.

Kosten für Dinge wie Werbung und eine Webseite solltest du ausserdem nicht außer Acht lassen.

Studium

Mit einer Lehre im Malerhandwerk und der Matura stehen dir viele interessante Studienrichtungen offen. Aber auch ohne Matura kannst du dich an Fachhochschulen bewerben und weiterbilden.

Studieren mit Matura

Wer die Matura hat, sich für das Malerhandwerk interessiert und jetzt schon weiß, dass er in diesem Bereich eine leitende Stelle einnehmen will, kann sich für ein praktisch orientiertes Studium entscheiden.

Im trialen Studium erwirbt man einen Gesellenbrief, einen Bachelor und einen Meisterbrief. Man sitzt also nicht nur im Hörsaal, sondern hat die praktische Lehre inklusive.

Studieren ohne Matura

Auch ohne Matura hast du Chancen auf einen Studienplatz deines Lehrbereiches. Dazu brauchst du eine gute Note in der Gesellenprüfung und etwas Berufserfahrung. Die Zugangsvoraussetzungen sind bei allen Fachhochschulen anders. Frage am besten direkt bei deiner Wunschhochschule nach. Möglichkeiten hast du in den Bereichen Innenarchitektur oder Chemie, z. B. Chemieingenieurwesen Farbe und Lack.

Arbeiten im Ausland

Du hast Lust eine Zeit lang im Ausland zu leben und zu arbeiten? Dann hast du mit dem Malerhandwerk eine gute Branche gewählt. Denn Maler/-innen und Beschichtungstechniker/-innen werden nicht nur in Österreich immer gebraucht!

Warum ein Auslandsaufenthalt?

Ein Auslandsaufenthalt als Maler/-in und Beschichtungstechniker/-in macht sich jedenfalls gut im Zeugnis und bringt jede Menge spannende Erfahrungen. Durch unterschiedliche Regelungen und architektonische Voraussetzungen, andere Techniken und ganz generell durch den Austausch mit Kollegen in einem anderen Land kann man viel lernen. Erkundige dich am besten vorab bei der Arbeitsagentur deines Landes.

Das bringst du mit

Du solltest gut Englisch sprechen und am besten einige Grundkenntnisse in der Sprache des Landes haben, in dem du arbeiten möchtest. Meist überzeugen österreichische Maler/-innen und Beschichtungstechniker/-innen im Ausland mit ihrer guten Lehre – man muss aber beachten, dass Formalitäten wie Arbeitszeiten, Steuerabgaben oder Vorgaben zur Denkmalschutzpflege sich in manchen Ländern stark unterscheiden.

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