Kundenberatung

Ausmessen, begutachten und beraten: Vor jedem Auftrag steht ein Kundengespräch. Was wünscht sich der Kunde? Welcher Farbton und Beschichtungsstoff passt? Welche Maßnahmen sind wichtig? Erst wenn alles geklärt ist, geht’s an die Pinsel!

Kompetent beraten

In der Lehre – sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb– lernst du in Theorie und Praxis:

1. wie ein gutes Kundengespräch abläuft

2. wie man Flächen misst und ausrechnet

3. wie viel Farbe und sonstiges Material man benötigt

Immer mit dabei: das fachmännische Auge

Zu deinem Aufgabengebiet gehört es auch, vorhandene Untergründe professionell zu prüfen, beispielsweise auf Feuchtigkeit oder vorhandene Schäden. Muss man nur renovieren oder etwas komplett instandsetzen? Sind Schleifarbeiten notwendig, muss grundiert oder gespachtelt werden?

Nicht vergessen:

Ein höfliches und professionelles Gespräch mit dem Kunden kann den Ausschlag für ein neues und spannendes Projekt geben.

Planung und Vorbereitung

Nach dem Kundengespräch geht es für den/die Maler/-in und Beschichtungstechniker/-in mit den Informationen aus der Beratung an den Schreibtisch und die Planung beginnt: Welches und wie viel Material muss besorgt werden, wie lange wird der Auftrag dauern, was kostet das insgesamt? Das alles gehört zu den Aufgaben im Malerhandwerk. 

Gewissenhaft planen

Erst die Planung, dann das Vergnügen – nach gründlicher Vorbereitung entsteht ein Angebot mit Kostenvoranschlag und einem Zeitrahmen für den Kunden. Zu Beginn wirst du den Kollegen über die Schulter schauen und sie unterstützen, denn das Rechnen und Verhandeln übernimmt meist der Chef.

Handwerkliches Ass

Je nach Auftrag und Objektgröße ändern sich deine Tätigkeiten und Aufgabengebiete. Zum Beispiel wird per Hand mit Schleifpapier und Schleifklotz oder mit Schleifmaschinen gearbeitet. Unter Umständen müssen auch Hochdruckreiniger oder Strahlgeräte eingesetzt werden, um Untergründe optimal vorzubereiten. Der Arbeitsbereich muss professionell abgedeckt und abgeklebt werden, und falls du draußen arbeitest, ist oft ein Gerüst nötig.

Wichtig: In deiner Lehre erfährst du auch, wie du dich und deinen Arbeitsplatz gut absicherst und schützt. Das Material ist gut vorbereitet und steht immer geordnet parat, nichts ist nerviger als nach seinem Arbeitsgerät suchen zu müssen.

Maler- & Beschichtungsarbeiten

Jetzt geht’s an die Substanz: Nachdem die Vorbereitungen erledigt sind, die Materialien bereitstehen und das Team motiviert ist, geht’s an die Umsetzung des Auftrags. Hier kannst du so richtig mit anpacken!

Kreativ arbeiten

Als Maler/-in und Beschichtungstechniker/-in vereinst du eine Vielfalt an Tätigkeiten, Aufgaben und Kompetenzen für die Gestaltung und Instandhaltung im Innen- und Außenbereich. Du bist sowohl Künstler und kreativer Kopf als auch Handwerker und Techniker in einem. Bei deiner Arbeit an der Fassade sowie im Innenraum steht dir eine Vielzahl an Techniken, Maschinen und Materialien zur Verfügung.

Die Bandbreite reicht von Farben, Putzen, Lacken und Holzlasuren bis hin zu Wandbekleidungen, Bodenbelägen und -beschichtungen sowie Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) und Spezialsystemen für Betonschutz und Betoninstandsetzung.

Als Maler/-in und Beschichtungstechniker/-in kennst du dich mit allen Materialien aus und weißt genau, wie du diese verarbeitest und anwendest, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Ein Beruf voller Vielfalt

Du bearbeitest größere Untergründe, lackierst Türen und Fenster und trägst spezielle Beschichtungen zum Brandschutz auf.

Auch deine Arbeitsgeräte können ganz unterschiedlich sein: Dispersionsfarbe wird beispielsweise nicht nur per Pinsel, Spritzsystem und Rolle aufgetragen, sondern auch mit Schwämmen und Tüchern getupft oder mit Schablonen verschönert.

Das Interessante: Keine Baustelle ist wie die andere, es kommen immer neue, spannende Aufgaben auf dich zu, und oft bist du als Maler/-in und Beschichtungstechniker/-in auch an der frischen Luft tätig.

DAS ERGEBNIS

Das Beste kommt zum Schluss: Nichts macht glücklicher als am Ende eines Arbeitstages das vollbrachte Werk zu begutachten und zu wissen, etwas geschaffen zu haben, das bleibt!

Resultate sehen

Am Ende des Tages siehst du hier immer, was du geschafft hast – und nach einem abgeschlossenen Auftrag kann ein neuer kommen, der vielleicht ganz andere Aufgaben und Herausforderungen beinhaltet. Und die besten Belohnungen sind nicht nur die Gehaltszahlung, sondern auch der zufriedene Kunde – und das Wissen, dass man sich hier auch ein bisschen selbst verewigt hat.

In kaum einem anderen Beruf ist das eigene Schaffen so sichtbar und nachvollziehbar. Und bei jedem Auftrag lernst du Neues für dich, entwickelst dich weiter, hast vielleicht andere Ideen im Kopf oder Verbesserungsmöglichkeiten in deiner Arbeitsweise.

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