WARUM EINE LEHRE IM MALERHANDWERK? 

Eine Lehre zum/zur Maler- und Beschichtungstechniker/-in macht Ihr Kind zum Experten in Sachen Gestaltung, Instandhaltung und Denkmalpflege. Neben dem ersten eigenen Geld, praktischen Erfahrungen und hohen Übernahmechancen bietet das Malerhandwerk noch viel mehr.

 

So geht’s los: Lehre

Wer sich für eine Lehre im Malerhandwerk interessiert, sollte neun Pflichtschuljahre absolviert haben. Die duale Lehre in Berufsschule und Betrieb dauert in der Regel drei Jahre und mündet in einen Abschluss als Maler- und Beschichtungstechniker/-in mit Gesellenbrief.

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So sieht’s aus: Berufsbild

Als Maler/-in gestaltet Ihr Kind Innenräume, Fenster, Türen und Fassaden und arbeitet mit verschiedenen Mal- und Handwerkstechniken, Farben, Tapeten, Putz und vielem mehr im Innen- und Außeneinsatz. Aber Maler/-in ist nicht gleich Maler/-in: Während der Lehre kann sich Ihr Kind zwischen vier Fachrichtungen entschieden.

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So geht’s weiter: Karriere

Vielfältig und sicher: Das beschreibt die Zukunft im Malerhandwerk gut. Ob kreativ, organisiert oder technikaffin, die eigenen Stärken erkennt man oftmals erst im Laufe des Berufslebens und kann diese gezielt in Weiterbildungen fördern.

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Wie unterstütze ich mein Kind?

Die Berufsorientierung fällt meist in eine Zeit, in der viele Jugendliche andere Sorgen und Wünsche haben, die eigenen Eltern uncool finden und es auch mal Stress zu Hause gibt. Aber Studien zeigen: Jugendlichen ist der Rat ihrer Eltern gerade in der Berufsorientierung wichtig. Aber wie gehen Sie in dieser Phase am besten auf Ihr Kind zu?

1. Erzählen Sie von Ihren Erfahrungen

Nichts ist wertvoller als Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Leben anderer. „Mama, wie war das damals bei dir? Papa, wie bist du zu dem gekommen, was du jetzt machst?” Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Lebensläufe nicht linear sind und dass es okay ist, nicht genau zu wissen, wo es langgehen soll.

2. Je früher, desto besser – aber bloß kein Stress

Behalten Sie Fristen und Termine im Blick, dann gibt es auch keinen Grund zur Panik.

3. Keine Sorge, eine Lehre bestimmt nicht das ganze Leben Ihres Kindes

Machen Sie sich und Ihrem Kind klar, dass eine Entscheidung für eine Lehre keine Entscheidung für das ganze Leben sein muss. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Weiterbildungen oder Umschulungen für den Fall, dass Ihr Kind „weiter” oder „etwas anderes machen” will. Leidenschaften und Lebenspläne ändern sich schließlich.

4. Geben Sie Ihrem Kind Zeit

Machen Sie aus dem Thema „Berufswahl” und „Bewerbung” kein unangenehmes Thema für Ihr Kind. Die Berufswahl ist ein Prozess, der nicht heute beginnt und morgen endet. Haben Sie Geduld und geben Sie Ihrem Kind Zeit und Rat.

BEWERBUNGSTIPPS

Eine Bewerbung vermittelt einen ersten Eindruck und sollte daher mit Sorgfalt erstellt werden. Mit ein paar Tipps unterstützen Sie Ihr Kind bei der Erstellung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen. Bevor eine Bewerbung rausgeht, lohnt sich ein letzter Blick auf die Checkliste.

BETRIEB FINDEN 

Die Nachwuchsinitiative „Deine Zukunft ist bunt” bringt Ihr Kind mit Malerbetrieben in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen.

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Wie unterstütze ich mein Kind während der Lehre?

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, wie aufregend! Mit dem Start in die Berufswelt erhält Ihr Kind viele neue Eindrücke, lernt selbstständig zu sein und eignet sich fachliche Kompetenzen an. Der Berufsstart geht jedoch auch einher mit einigen großen und kleinen Herausforderungen.

1. Es geht los:

Gerade in der Anfangsphase ist alles neu und kann erstmal ungewohnt sein. Hier gilt es Ihr Kind zu motivieren und als Ratgeber bei Fragen und Unsicherheiten zur Seite zu stehen. Tipp: Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es ganz normal ist, am Anfang Fehler zu machen. Fehler sind Teil des Prozesses.

2. Interesse statt Kontrolle:

Um sich in den Lehrbetrieb zu integrieren, ist es wichtig, dass Ihr Kind Verantwortung übernimmt und selbstständig wird. Fragen Sie also lieber nach den Inhalten, die Ihrem Kind Spaß machen, anstatt zu kontrollieren, ob schon für die Prüfung gelernt wurde. Versuchen Sie loszulassen und schenken Sie Vertrauen!

3. Für jedes Problem gibt es eine Lösung:

Bei kleinen Schwierigkeiten während der Lehre hilft meist schon ein kurzes Gespräch. Größere Konflikte können Ihrem Kind allerdings schnell die Freude an der Lehre nehmen. Anzeichen wie Lustlosigkeit oder Unpünktlichkeit sollten Sie ernst nehmen und Ihr Kind darauf ansprechen. So vermeiden Sie im besten Fall einen voreiligen Abbruch der Lehre und können gemeinsam eine Lösung finden. Bei schwerwiegenden Problemen ist es ratsam den Betriebsrat aufzusuchen und sich bei rechtlichen Verstößen des Arbeitgebers an die Berater/-innen der zuständigen Handelskammer zu wenden.

 

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