Verschiedene Techniken: Rollen vs. Spritzen

Einfach nur den Pinsel in die Farbe tauchen und losstreichen? Nicht ganz – in deiner Lehre im Malerhandwerk lernst du verschiedenste Techniken kennen, mit denen du Räume gestalten und renovieren kannst. Wir schauen uns mal zwei davon an. Wer gewinnt das Rennen: die altbewährte Farbrolle oder moderne Maschinentechnik?

Zur Grundausstattung im Malerhandwerk gehören neben verschiedensten Werkzeugen und Pinseln auch Farbrollen und -walzen. Diese werden eingesetzt, um Dispersionen und unterschiedliche Lacke großzügig aufzutragen. Welche Rolle sich zum Streichen am besten eignet, ist vom Untergrund und der Farbe abhängig. Hierbei musst du beispielsweise Florhöhe, Garntype und Faserdichte berücksichtigen. Du möchtest einen glatten Untergrund wie beispielsweise eine Tür streichen? Dann sind Kurzflorrollen ideal geeignet. Langflorrollen hingegen sind perfekt für grobe Wandstrukturen, da der längere Flor die Farbe auch in kleinste Poren bringt.

Farbrollen oder -walzen sind günstig und auch leicht und intuitiv zu verwenden. Allerdings nehmen sie nur eine geringe Menge an Farbe auf und müssen deshalb häufig eingetunkt werden. Besonders lästig wird das, wenn die Arbeit von einer Leiter ausgeführt wird.

Spritzen: schneller und bequemer

Die Arbeit mit einer Farbrolle ist nicht die einzige Möglichkeit, große Flächen zu streichen. Immer häufiger greifen Malerinnen und Maler zu Spritzgeräten. Im direkten Vergleich überzeugt die Spritzapplikation vor allem durch eines: Ersparnis. Spritzgeräte verteilen die Farbe schnell und gleichmäßig. Dadurch wird nicht nur Zeit eingespart, sondern auch mehr als 30 Prozent der Kosten. Aufgrund der geringen Spritznebelentwicklung hast du auch deutlich weniger Aufwand beim Abkleben und Abdecken. 

Das Arbeiten mit Spritzpistolen benötigt allerdings ein bisschen Übung und Know-how: Die Spritzpistole muss durchgehend im 90-Grad-Winkel und mit einem Abstand von 15-30 cm zur Fläche geführt werden. Aber genau deswegen bist du ja in der Lehre: um auch neue Techniken zu erlernen und dir Fachwissen anzueignen.

Beide Systeme haben Vor- und Nachteile

Mit ein bisschen Übung ermöglicht die Spritzapplikation schnellere, gleichmäßigere Ergebnisse ganz ohne lästiges Eimerschleppen. 

Die Farbrolle hingegen ist günstig und leicht in der Anwendung. Welche Applikationsmethode also zum Einsatz kommt, ist abhängig von Faktoren wie den Gegebenheiten auf der Baustelle, dem Untergrund, dem vorhandenen Material, der Zeit, den Kundenwünschen oder auch einfach deiner persönlichen Vorliebe. In deiner Lehre im Malerhandwerk wirst du bestimmt beide Methoden einmal ausprobieren und dir in deinem Betrieb viel von den Kolleginnen und Kollegen abgucken können.

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