So waren die WorldSkills für Daniela und Jessica

Das eigene Handwerk bei einer Weltmeisterschaft vertreten – diese Chance bekommt man wohl nur einmal im Leben. Wie fühlt sich das an? Wir haben mit den Malerinnen und Lackiererinnen Jessica Jörges und Daniela Ziller gesprochen, die bei den 45. WorldSkills im russischen Kazan jeweils für ihr Land angetreten sind.

Die WorldSkills sind nun schon eine Weile her und die Teilnehmer schon längst wieder zurück im Alltag angekommen. Und doch hat sich etwas verändert für Silbermedaillen-Gewinnerin Daniela Ziller aus der Schweiz und für Jessica Jörges, die den 5. Platz für Deutschland erreicht hat. Vor allem Daniela ist „eigentlich noch am Schweben”, wie sie selbst im Interview sagt. Vizeweltmeisterin im eigenen Handwerk, das will erst einmal verarbeitet werden. „Etwas überfordert, aber wunderschön!”, so beschreibt sie das Gefühl. „Natürlich erhofft man sich einen Podestplatz, aber man hat sich nie damit auseinandergesetzt, wie es ist, wenn es dann so weit ist.”

Ein Highlight jagt das nächste

Die WorldSkills sind nun schon eine Weile her und die Teilnehmer schon längst wieder zurück im Alltag angekommen. Und doch hat sich etwas verändert für Silbermedaillen-Gewinnerin Daniela Ziller aus der Schweiz und für Jessica Jörges, die den 5. Platz für Deutschland erreicht hat. Vor allem Daniela ist „eigentlich noch am Schweben”, wie sie selbst im Interview sagt. Vizeweltmeisterin im eigenen Handwerk, das will erst einmal verarbeitet werden. „Etwas überfordert, aber wunderschön!”, so beschreibt sie das Gefühl. „Natürlich erhofft man sich einen Podestplatz, aber man hat sich nie damit auseinandergesetzt, wie es ist, wenn es dann so weit ist.”

Ein Highlight jagt das nächste

Die Zeit in Kazan war voller Eindrücke und unvergesslicher Momente – gibt es da überhaupt etwas, das besonders heraussticht? Jessica und Daniela fällt sofort die Eröffnungsfeier im Stadion ein. „Dieses Gefühl hatte ich noch nie!”, erinnert sich Daniela. „So viele Leute, die uns Teilnehmer beim Einzug beobachtet haben – unbeschreiblich.”

Für Jessica waren die letzten Momente des Wettbewerbs sehr emotional. „Das ist eine ganz besondere Stimmung in der Halle.”

Und auch bei der Frage nach ihrer Lieblingsaufgabe im Wettbewerb sind sich beide einig: Die freie Technik hatte es ihnen angetan. „Ich liebe dieses kreative Arbeiten mit verschiedenen Materialien”, sagt Jessica. „Und da habe ich eine wunderschöne Technik gefunden, die super gut ankam. Darauf habe ich mich am meisten gefreut.”

Herausfordernde Aufgaben und Zeitdruck

Einfach war es nicht immer. Für alle Aufgaben hatten die Talente bei den WorldSkills insgesamt nur 20 Stunden Zeit und das Niveau war entsprechend hoch. Hinzu kam, dass das Lackieren, Tapezieren, Streichen, Mischen und die freie Technik natürlich möglichst fehlerfrei ausgeführt werden mussten. Alle Teilnehmer bereiteten sich monatelang in intensivem Training auf die Weltmeisterschaft vor. Trotzdem blieb es nicht aus, dass zwischendurch auch mal etwas schiefging. Momente, die den Puls in die Höhe trieben.

„Mir ist die Lackierpistole zwischendurch halb um die Ohren geflogen, da ist der Lack rausgelaufen”, erinnert sich Jessica an einen solchen Moment. Sie hat die Pistole dann kurzerhand auseinander- und wieder zusammengebaut, um den Fehler zu finden und zu beheben. Zusätzlicher Stress – aber sie hat es geschafft.

„Jede Aufgabe hatte so ihre Tücken”, weiß auch Daniela. Zeit, sich zu ärgern, blieb jedoch nicht. „Man musste ja vorwärtskommen und das so gut wie möglich beheben. Ich habe mich nicht an Fehlern aufgehängt, sondern einfach weitergemacht.”

Insgesamt kam Daniela mit dem Zeitdruck gut klar. „Ich war wie in Trance”, berichtet sie. „Wenn ich gearbeitet habe, habe ich nichts anderes wahrgenommen. Mit meiner Musik habe ich mich gepusht, dass ich schnell arbeite.” Ihr war bereits während des Wettkampfes bewusst: „Wenn ich das jetzt nicht genieße, wäre das schade.”

Wertvolle Erfahrungen und neue Freundschaften

Neben einer Medaille und Urkunde nehmen beide natürlich viele Erfahrungen von den WorldSkills mit, die unbezahlbar für ihren Berufsalltag sind. „Die Arbeitsplanung ist schon was anderes, wenn man mal so einen Wettbewerb mitgemacht hat”, reflektiert Jessica. Stress und Zeitdruck gehören auch auf ihren Baustellen zum Alltag, „aber nicht in dem Pensum.”

Und es gibt noch etwas, das bleibt: Eine so besondere Zeit gemeinsam erleben, da entstehen Freundschaften. Jessica und Daniela sind auch nach den WorldSkills weiterhin in engem Kontakt.

Mit Leidenschaft und Disziplin kann man viel erreichen

Und welche Tipps würden die beiden anderen jungen Leuten mitgeben, die so etwas erreichen möchten? Daniela ist es wichtig, mit Herzblut zu arbeiten und Freude an dem zu haben, was man macht. Natürlich gibt es auch stressige Phasen und Motivationstiefs, das weiß die Vize-Weltmeisterin. „Man kann nicht immer motiviert sein. Dann muss man aber Disziplin haben und auf ein Ziel hinarbeiten.”

Jessica möchte noch hinzufügen, dass man sich bereits während der Lehre anstrengen sollte, da jeder Moment das Fundament für die Zukunft legt. „Begeisterung und Motivation für seinen Beruf mitnehmen”, das ist auch ihr besonders wichtig.

Beide haben sich nach der aufregenden Zeit bei den WorldSkills bereits neue Ziele gesteckt. Daniela macht die Berufsmatura, mit der sie dann noch studieren kann, und Jessica besucht die Meisterschule. Außerdem bereitet sich Jessica bereits auf die nächsten Wettbewerbe vor. „Im Januar ist der Auswahlwettbewerb des deutschen Nationalteams der Maler für die Europameisterschaft. Und wenn das klappt, bin ich vielleicht nochmal in Graz dabei.”

Jessica Jörges und Daniela Ziller: zwei Vorbilder, die zeigen, was man mit Ehrgeiz und Begeisterung im Malerhandwerk erreichen kann.

Du möchtest noch mehr über Daniela und Jessica erfahren? Dann schau dich doch weiter in unserem Blog um oder besuche unseren YouTube-Kanal.

Beitragsfoto: WorldSkills Germany / Anja Jungnickel

Bildergalerie: WorldSkills Germany / Frank Erpinar; WorldSkills SwissSkills

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