Metamerie im Malerhandwerk

Metamerie – was ist das?

Im Malerhandwerk hast du es mit einer Menge Fachbegriffe zu tun. Mal sind sie selbsterklärend, mal reines Fachchinesisch. In unserem Fachbegriff-Lexikon erklären wir dir Begriffe, die dir in einer Lehre zum Maler begegnen können. Heute: die Metamerie.

Stell dir vor, du streichst dein Zimmer neu – und zwar in deiner Lieblingsfarbe Orange. Nach einigen Stunden bist du endlich fertig. Das satte Orange erinnert dich im Tageslicht an die Früchte aus dem letzten Spanienurlaub. Du bist zufrieden – bis du abends das Licht einschaltest und die Farbe plötzlich ganz anders aussieht. Dieses Phänomen wird „Metamerie“ genannt. Aber was ist das genau?  

Was bedeutet Metamerie? 

Identische Farben, die in unterschiedlichem Licht einen anderen Farbeindruck hervorrufen – so beschreiben Fachleute den Effekt, der häufig in Zusammenhang mit Farbe und Licht auftritt. Nicht nur Maler sind davon betroffen, sondern auch Fahrzeuglackierer und Modehändler: In der Garage oder im Bekleidungsgeschäft sehen gleiche Farbtöne häufig ganz anders aus als im Tageslicht.  

Wie kommt es zu diesem Effekt? 

Jetzt fragst du dich bestimmt, was die Ursache für das Phänomen der Metamerie ist. Das ist relativ einfach erklärt: Licht besteht aus elektromagnetischer Strahlung mit unterschiedlichen Wellenlängen. Jedes Licht besitzt andere, die dann vom beleuchteten Objekt entsprechend unterschiedlich reflektiert werden. Das sorgt am Ende für den veränderten Farbeindruck. Zusätzlich unterscheidet sich das Sehvermögen eines jeden Betrachters – manche Menschen nehmen Farben anders wahr als andere. 

Metamerie – wie gehen Maler damit um?

Im Malerhandwerk und anderen Branchen gibt es einige Ansätze, wie man einen Metamerie-Effekt vermeidet. So ist es sinnvoll, Farben immer unter verschiedenen Lichtquellen, besonders dem Umgebungslicht, zu beurteilen. Mehr Erklärungen zu Fachbegriffen sowie spannende Erfolgsgeschichten aus dem Malerhandwerk findest du auf unserem Blog und unserem YouTube-Kanal.