Malerhandwerk von A-Z. Teil 4: U-Z

In den letzten drei Blogbeiträgen unserer Reihe „Das Malerhandwerk von A-Z” haben wir so einiges entdeckt! Von A wie Arbeit bis T wie Teamwork haben wir alles rund ums Malerhandwerk erforscht. Heute geht es weiter mit dem letzten Teil der Reihe: von U wie Unterricht bis Z wie Zukunft.

U – Unterricht

Die Lehre im Malerhandwerk besteht zum einen aus der praktischen Arbeit in einem Betrieb oder einem Unternehmen und zum anderen aus der theoretischen Bildung in der Berufsschule. Für gewöhnlich dauert die Berufsschule drei Jahre und wird parallel zum praktischen Teil der Lehre absolviert. Du besuchst dabei berufsbezogene Fächer wie Wirtschafts- und Betriebslehre oder gestalterisches Zeichnen, aber auch berufsübergreifende Fächer wie Deutsch oder Religionslehre.Im Malerhandwerk spezialisierst du dich außerdem auf eine von fünf  Fachrichtungen: „Gestaltung und Instandhaltung”, „Kirchenmalerei und Denkmalpflege”, „Bauten- und Korrosionsschutz”, Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik sowie Ausbautechnik und Oberflächengestaltung. 

V – Vorarbeiter 

Im letzten Teil dieser Blog-Reihe haben wir mit dem Buchstaben T wie Teamwork schon gezeigt, wie wichtig Teamarbeit auf der Baustelle ist. Doch jedes Team braucht auch einen Captain und in diesem Fall ist das deine Vorarbeiterin oder dein Vorarbeiter. Ihre Aufgabe ist es, die Fach- und Hilfskräfte auf der Baustelle zu betreuen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen: Sie überwachen beispielsweise Arbeitsabläufe, bestellen Materialien und kümmern sich um Arbeits- und Zeitpläne. Außerdem sind sie für die Qualitätskontrolle zuständig, beseitigen etwaige Mängel und kümmern sich um die Arbeitssicherheit. Wenn du eine Lehre im Malerhandwerk abgeschlossen hast, ist die Position des Vorarbeiters der nächste Schritt auf der Karriereleiter. 

W – Weiterbildung 

Auch zu Beginn einer Lehre ergibt es schon Sinn, sich nach den zukünftigen Weiterbildungsmöglichkeiten zu erkundigen. Gibt es Möglichkeiten, aufzusteigen, mehr Verantwortung zu übernehmen und damit langfristig auch mehr zu verdienen? Im Malerhandwerk lautet die Antwort ganz klar: Ja, die gibt es! Eine der beliebtesten Weiterbildungen ist ohne Frage der Meisterbrief, der über die Handwerkskammer oder die Meisterschule erlangt werden kann. Er ist die Grundlage, um sich im Malerhandwerk selbstständig zu machen. Aber auch der sogenannte „Techniker” ist beliebt. Staatlich geprüfte Technikerinnen und Techniker entwickeln und testen Beschichtungsstoffe für ganz unterschiedliche Zwecke. 

X – x-mal 

Am Anfang deiner Lehre ist alles noch neu und anstrengend, dafür aber auch besonders aufregend! Du lernst täglich neue Techniken kennen, die du dann auch umsetzen kannst. Um ein wahrer Meister zu werden, braucht es dann aber vor allem eines: Übung – denn wie heißt es so schön? Übung macht den Meister! Und wenn du jeden Arbeitsschritt x-mal umgesetzt hast, kannst du die Arbeit fast schon im Traum erledigen. Mit so viel Übung sparst du dir nicht nur Zeit, sondern erlangst auch die Fähigkeiten um neue, vielleicht sogar experimentelle Techniken auszuprobieren und dich selbst immer wieder herauszufordern. 

 Y – Yippie

Dein Weg als Lehrling im Malerhandwerk endet in der Regel mit einem großen “Yippie” und der bestandenen Gesellenprüfung! Nach drei Jahren Lehre mit Theorie- und Praxisphasen musst du während der Gesellenprüfung zeigen, was du kannst und vor allem, was du in den letzten Jahren gelernt hast! Dabei kommt es nicht nur auf dein technisches Know-how an, sondern auch darauf, ob du selbstständig sowie kreativ arbeiten und Verantwortung übernehmen kannst. 

Z – Zukunft 

Wir haben dir in unserer mehrteiligen Reihe nun so einiges über das Malerhandwerk berichtet: Du hast etwas über die alltäglichen Aufgaben gelernt, die einen in der Lehre erwarten, über das mögliche Gehalt, über Weiterbildungsmöglichkeiten und die Sicherheit auf der Baustelle. Und jetzt liegt es an dir: Bewirb dich für eine Lehre im Malerhandwerk und mach deine Zukunft bunt!