Malerhandwerk von A-Z. Teil 3: N-T

Wie gut kennst du dich eigentlich im Malerhandwerk aus? In unserer mehrteiligen Reihe haben wir dir bereits einiges gezeigt: von den vielfältigen Aufgaben über Fragen zum Gehalt bis hin zu den Möglichkeiten, die sich nach der Lehre für dich ergeben. Weiter geht es in unserer mehrteiligen Reihe mit N wie Neugier bis T wie Teamwork.

N – Neugier 

Im Malerhandwerk kannst du ruhig ein bisschen Neugier mitbringen, denn langweilig wird es hier nie. Im Laufe deines Berufslebens wirst du viele neue Orte entdecken und neue Menschen kennenlernen – immerhin ist jede Baustelle anders! Eine gesunde Portion Neugier kann da nicht schaden. Und abgesehen vom Ort und den Menschen sind da auch noch die vielen Einsatzgebiete! Hast du zum Beispiel gewusst, dass du im Malerhandwerk auch mal Fußböden verlegst?  

Na ... ? Ist die Neugier geweckt? Dann klick dich am besten gleich durch die zahlreichen Karrieremöglichkeiten im Malerhandwerk!  

 

O – Organisation 

Das Malerhandwerk ist vielfältig: Da arbeitet man an Innenwänden, Decken, Böden, Fassaden oder Oberflächen von verschiedenen Objekten. Bei der Baustelle kann es sich um einen Neubau handeln oder auch um ein altes Gebäude, das saniert werden soll. Vor dem Auftragen der Farbe muss der Untergrund behandelt werden und auch das Auftragen der Farbschicht selbst ist nicht immer gleich: Es gibt zahlreiche verschiedene Maltechniken oder man arbeitet mit Tapeten oder Dekorputz. Um all das unter einen Hut zu bringen und am besten noch die richtigen Werkzeuge dabeizuhaben, ist Organisation gefragt. Aber das macht einen Beruf im Malerhandwerk eben auch so vielseitig und spannend!  

 

P – Praktisch arbeiten  

Dicke, eingestaubte Stapel mit Büchern, endlos theoretische Referate und wissenschaftliche Arbeiten: All das wirst du im Malerhandwerk nicht finden. Wenn eines sicher ist, dann, dass du viel Zeit mit praktischer Arbeit verbringen wirst. Dazu gehört der ganze Prozess: von der Beratung der Kunden bis hin zur Umsetzung der Ideen. Wenn du dich also eher zu den praktisch Veranlagten zählst, dann bist du hier genau richtig!  

 

Q – Qualität  

In handwerklichen Berufen ist die Qualität deiner Arbeit superwichtig! Am Ende des Tages muss alles sitzen, denn im Malerhandwerk sanierst du beispielsweise auch Risse in alten Hauswänden – da darf nichts danebengehen. Aber auch Flecken auf unsauber gestrichenen Wänden sind mehr als ärgerlich. Deshalb gilt: Qualität vor Quantität. Sicher kannst du dir nicht endlos Zeit nehmen, um eine Wand zu streichen. Am Ende investiert man aber lieber ein bisschen mehr Zeit und liefert dann ein makelloses Ergebnis ab – das freut die Kunden genauso wie den Chef und du gehst nach Feierabend zufrieden nach Hause.  

 

R – Raumwirkung 

Während deiner Lehre im Malerhandwerk erlangst du einiges an neuem Fachwissen, unter anderem auch in Sachen Raumwirkung. Mit diesem Wissen rund um Farben und Oberflächen bist du die erste Ansprechperson für Kunden. Da geht es nicht nur darum zu entscheiden, ob die Wand rot oder blau sein soll. Stell dir beispielsweise mal einen Raum mit schwarzer Decke vor: irgendwie bedrückend, oder? Im Laufe deiner beruflichen Laufbahn lernst du einzuschätzen, was dem Raum guttut und was nicht: Vielleicht ein paar helle Farben, um alles ein bisschen lockerer und leichter zu machen? Oder doch lieber gedämpfte, dunklere Farben, die sofort Gemütlichkeit suggerieren?  

 

S – Sicherheit 

Jedes Gewerbe hat seine eigenen Anforderungen in puncto Sicherheit, so auch das Malerhandwerk. Es wird oft in großen Höhen oder neben Absturzkanten gearbeitet. Wenn du auf einer Baustelle nicht auf deine Umgebung achtest, kann es schnell gefährlich werden. Umso wichtiger ist es, dass bestimmte Regeln in Bezug auf die Sicherheit eingehalten werden: Dazu gehören sichere Gerüste und Verkehrswege, aber beispielsweise auch das Absichern von Absturzkanten oder bestimmte Schutzkleidung je nach Aufgabe. Für einen sicheren Arbeitsplatz sorgt dein Betrieb, aber auch du kannst einiges dazu beitragen, die Arbeit für dich und deine Kolleginnen und Kollegen sicherer zu machen.  

 

T – Teamwork 

Teamwork ist im Malerhandwerk grundlegend. Auf der Baustelle bist du selten allein und das ist auch gut so, denn es gibt eigentlich immer mehr als genug zu tun. Zusammen macht die Arbeit nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch schneller erledigt. Von deinen Kolleginnen und Kollegen kannst du außerdem vor allem während deiner Lehre so einiges lernen. Die viele Erfahrung im Job ist unersetzbar und die kleinen Tipps und Tricks, die man im Laufe der Jahre so lernt, können dir den Alltag erleichtern. Aber auch die alteingesessenen Kolleginnen und Kollegen können von deinem frischen und unerfahrenen Blick auf die Dinge profitieren, um eingefahrene Prozesse zu verbessern. Die Arbeit im Team macht euch allen das Leben leichter!