Einblick in meine Projektarbeit: Das Kaminzimmer

Azubi-Botschafterin Lena absolviert die Lehre zur Ausbaumanagerin, durch die sie sich nach dem Abschluss Stuckateur-Gesellin, Meisterin und Gebäude-Energie-Beraterin nennen darf. Ihr Lehrbetrieb ist in Bonn, die überbetriebliche Schule in Stuttgart. Heute gibt uns Lena einen Einblick in ein Projekt aus dem Praxisunterricht.

Ich bin Lena und möchte euch heute von einem Projekt erzählen, das in der überbetrieblichen Schule im Rahmen meiner Lehre zur Ausbaumanagerin entstand. 

Die Projektvorgaben

Mein Teampartner Cedric und ich hatten von der ersten Skizze bis zur finalen Umsetzung zwei Wochen Zeit. Vorgabe war es, einen Innenraum komplett zu gestalten: Dabei sollten wir mindestens fünf verschiedene Stuck-Schablonen (Schlitten) herstellen, diese auf einer Fläche von 5 Metern anbringen und zweierlei Putztechniken anwenden. Zu guter Letzt sollte der Raum farbig gestaltet werden. 

Unsere Umsetzung

Wir haben uns überlegt, das Ganze im Stil eines englischen Kaminzimmers umzusetzen und zunächst skizziert, wie unser fertiger Raum aussehen soll. Im Anschluss haben wir Schlitten und Schablonen für den Stuck gebaut.
Um Gips zu ziehen, wird auf einem glatten und langen Steintisch Gips in der Höhe und Breite der Leiste ausgelegt. Anschließend wird mit dem Schlitten so oft drüber gefahren, bis das Profil keine Löcher oder andere Fehlstellen mehr aufweist.
Das große Stuckprofil, was du auf den Fotos siehst, war besonders anspruchsvoll, da wir zum Ziehen sehr viel Gips benötigt haben.

Die fertigen Stuckleisten haben wir im nächsten Schritt hochkant auf den Trockenbau-Kasten geklebt. Dieser besteht aus einer Unterkonstruktion mit Schienen, die wir mit Gipskarton verkleidet und verspachtelt haben. Die großen Stuckprofile haben wir an die Seiten geklebt, wodurch die Optik einer Vertäfelung entstand. Weitere Stuckelemente zieren unter anderem die Decke und den Boden. Um den Look abzurunden, haben wir „Steine” um die Einkerbung des Kamins gesetzt – diese bestehen aus einem speziellen Putz. Natürlich kam dann noch Farbe zum Einsatz: Zum einen im Kamin selbst, ein schönes Schwarz, um eine Tiefe zu erzeugen, und zum anderen ein kräftiges Königsblau, passend zum englischen Motto. 

Das Ergebnis  

Das Projekt hat Cedric und mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Besonders gefreut hat uns, dass unsere Mühen und unser Ideenreichtum von unserer Lehrperson gesehen und auch belohnt wurden – die Endnote für das Projekt fiel sehr gut aus! Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Projekt im Praxisunterricht. 

Du findest, dass solch ein überbetriebliches Schulprojekt spannend klingt? Dann informiere dich am besten gleich über eine Lehre im Malerhandwerk. Alle Infos gibt's hier