Das waren die EuroSkills: Teilnehmer Dominik erzählt

Geschafft! Die EuroSkills 2021 sind vorüber. Wir gratulieren Dominik Miribung aus Südtirol, der das Malerhandwerk für Italien vertreten hat und den 6. Platz belegte. Darüber hinaus wurde ihm das „Medallion of Excellence”-Diplom verliehen, da er insgesamt mehr als 700 von 800 möglichen Punkten erzielte.

Wir haben mit Dominik nach seiner Rückkehr aus Graz gesprochen. Gut gelaunt erzählte er uns, wie es ihm während des Wettbewerbs erging, und was ihm besonders gut am Malerhandwerk gefällt – und vieles mehr. 

DZib Erzähl mal, wie geht es dir jetzt, ein paar Tage nach den EuroSkills?  

Dominik: Ich bin voll zufrieden mit dem, was ich geleistet habe. In diesem Jahr war es für mich stressiger als bei den WorldSkills 2019 in Russland, was auch daran lag, dass das Niveau der anderen Länder generell gestiegen ist. Ich bin aber wirklich sehr froh, teilgenommen zu haben. Ich habe viele neue Leute kennengelernt, was auch sehr schön war. 

DZib: Dass du, obwohl du 703 von 800 möglichen Punkten erhalten hast, „nur” auf dem sechsten Platz gelandet bist, zeigt ja schon, dass das Niveau sehr hoch war. Wie hast du die Arbeiten der anderen empfunden und woran erkennt man, dass das Niveau so hoch war?  

Dominik: Vor der Bewertung durfte ich nicht an den Stand der anderen gehen. Ich konnte jedoch aus drei Metern Entfernung die Stände begutachten und konnte direkt sehen, wenn das Gesamtbild stimmte, auch wenn man natürlich von weitem keine Details erkennen kann.  
 
Bei den WorldSkills in Kazan waren im Vergleich dazu einige Länder dabei, die nicht so gut abgeschlossen haben. Denn auch bei den Weltmeisterschaften liegen meist die Europäer vorn.  

DZib: Möchtest du beim nächsten Mal wieder antreten?  

Dominik: Wenn ich dürfte, würde ich auf jeden Fall noch mal mitmachen. Leider kann man pro Wettbewerb nur einmal teilnehmen. Aber vielleicht mache ich übernächstes Jahr als Experte mit, um Nachwuchs-Malerinnen und -Maler zu betreuen.  

DZib: Würdest du jungen Malerinnen und Malern empfehlen, an diesen Wettbewerben teilzunehmen?  

Dominik: Ja, unbedingt! Dieses Gefühl, dort teilzunehmen, ist unbeschreiblich. 

DZib: Was war für dich der aufregendste Moment im ganzen Wettbewerb?  

Dominik: Einer der aufregendsten Momente war die Eröffnungsfeier. Man spürt den Druck, und auch die Nervosität steigt. Auch die letzten fünf  Minuten sind unglaublich, wenn alles fertig ist. Die Leute zählen den Countdown herunter, du drehst dich um, schaust in all die Gesichter, hörst den Jubel – einmalig! 

DZib: Wer hat dich vor Ort unterstützt?  

Dominik: Meine ganze Familie war da und auch ein paar Freunde. Da mit jeder Stunde ein anderer Beruf fertig ist, ist die Fangruppe von Zuschauern entsprechend groß – bestimmt um die 100 Personen, die hinter einem stehen und jubeln. 

DZib: Hast du besondere Pläne für deine berufliche Zukunft?  

Dominik: Ja, ich habe vor, die Meisterprüfung zu machen.  

DZib: Was hat deine Leidenschaft fürs Malerhandwerk geweckt, was gefällt dir so gut daran?  

Dominik: Als ich 15 Jahre alt war und auf die Berufsschule ging, hat mein Vater mich ab und zu mit zur Arbeit genommen. So bekam ich meine ersten Eindrücke. Als ich anschließend die Malerschule besuchte, fiel mir auf, was für ein vielseitiger Beruf das Malerhandwerk ist. Man hat jeden Tag eine neue Herausforderung.  

DZib: Welche Tipps würdest du jungen Malerinnen und Malern, die gerade in der Lehre sind, mit auf den Weg geben?  

Dominik: Das Wichtigste: Was immer du machst, mache es mit Freude. Natürlich muss auch die Leistung stimmen, ich achte immer sehr darauf, alles perfekt zu machen. Auch Weiterbildung ist wichtig, denn wer sich nicht weiterbildet, bleibt zurück.  

Dein Interesse fürs Malerhandwerk ist geweckt? Dann informiere dich hier über die Lehre und die Karrieremöglichkeiten.