Das fliegende Klassenzimmer

Ein nicht alltäglicher Arbeitsplatz und eine einzigartige Aufgabe: Beim Projekt „Fliegendes Klassenzimmer“ in Erfurt erleben Lehrlinge aus dem Malerhandwerk, welche Einsatzmöglichkeiten ihr Beruf bietet.

Wir schreiben das Jahr 1988. Am Flughafen in Erfurt trifft das sowjetische Passagierflugzeug „Iljuschin IL-18“ ein. Was damals noch niemand ahnt: Die Maschine wird ganze 30 Jahre in Erfurt stehen, ohne genutzt zu werden – bis zum Start des Projekts „Das fliegende Klassenzimmer“ im Jahr 2018.  


Ein außergewöhnliches Projekt

 

Ziel ist es, das historische Flugzeug auf Vordermann zu bringen, um es danach für Besuchergruppen auf dem Flughafen zu öffnen. Vor allem für Schulklassen soll hierbei etwas Besonderes entstehen: Der Innenraum des neu gestalteten Flugzeuges soll als „Fliegendes Klassenzimmer” zu einem spannenden Lernraum für unterschiedlichste Themen werden. Bevor es so weit ist, durften aber erst einmal die Lehrlinge aus dem Malerhandwerk ran, denn es gab einiges zu tun, bis die Iljuschin IL-18 wieder in neuem Glanz erstrahlte. „Das ist schon cool, sein eigenes Werk zu sehen und sagen zu können: Da war ich mit beteiligt“, meint etwa Johannes, der an der Maschine gearbeitet hat. Die teilnehmenden Lehrlinge wurden extra von ihren Malerbetrieben freigestellt, um Teil dieses Projekts sein zu können. 

„Der Job hat eine Menge zu bieten“

 

Kai, schon im zweiten Lehrjahr, ist ebenfalls begeistert von dem Projekt: „Hier in einem Hangar an einem historischen Flugzeug zu arbeiten, finde ich richtig cool. Da merkt man wieder, dass unser Job eine ganze Menge zu bieten hat.

Tatsächlich ist „Das fliegende Klassenzimmer“ kein alltägliches Projekt, denn an einem Flugzeug haben wohl die wenigsten Lehrlinge schon einmal gearbeitet. Was war konkret an Arbeiten nötig? Die Oberfläche des Flugzeugs bedurfte verschiedener Vorarbeiten wie etwa einer gründlichen Reinigung und schließlich einer neuen Lackierung. So hieß es für die Lehrlinge nach ausführlicher Planung, die Iljuschin an den erforderlichen Stellen abzuschleifen und abzukleben, den Lack richtig zu mischen und schließlich aufzutragen. 
 

Etwas erschaffen, das bleibt


„Am Ende wird man dem Flugzeug das Alter kaum ansehen. Die Lehrlinge haben wieder einiges dazugelernt und wissen, dass sie einen großen Beitrag zum Projekt geleistet haben“, fasst Malermeister Benjamin Beste zusammen, der das Projekt mit betreut. Bis Schülerinnen und Schüler „Das fliegende Klassenzimmer“ betreten können, wird es sicher noch ein bisschen dauern. Und dann kann die Iljuschin nach dreißig Jahren endlich wieder genutzt werden – auch dank der Mithilfe der Lehrlinge aus dem Malerhandwerk.

Der Plan für die Iljuschin: virtuelle Entdeckungsreisen 

 

Inspiriert von Erich Kästners Roman „Das fliegende Klassenzimmer“ sollen Kinder und Jugendliche im Inneren des Flugzeugs später auf eine lehrreiche Entdeckungsreise gehen können. Durch verschiedene Stationen lernen sie, was Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage bedeuten. Dabei „reisen” die Schülerinnen und Schüler unter anderem an Regionen der Erde, die durch den Klimawandel besonders bedroht sind, um die Auswirkungen mit eigenen Augen zu sehen. 

Klingt ganz schön cool, oder? Wenn auch du Lust hast, in deinem Beruf etwas zu bewegen, informiere dich über eine Lehre im Malerhandwerk und schau dich gerne auf unserer Website um, welche Möglichkeiten es gibt.

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