Das Bewerbungsschreiben: 5 Dos & 5 Don’ts

Dein Wunschberuf steht fest: Eine Lehre im Malerhandwerk soll es sein. Natürlich steht dann als Nächstes die Bewerbung an – und das Anschreiben ist ein wichtiger Teil davon. Wir haben dir 5 Dos und 5 Don’ts zusammengestellt, worauf du in deinem Bewerbungsschreiben achten solltest und was du besser vermeidest.

Mit großen Schritten geht es auf ein neues Kapitel in deinem Leben zu. Du hast recherchiert, was du nach deinem Abschluss machen möchtest – und dich für eine Lehre im Malerhandwerk entschieden. Vielleicht hast du sogar schon einen oder mehrere Betriebe entdeckt, die für dich in Frage kommen? Dann geht es jetzt darum, die Bewerbung für deine Wunsch-Lehrstelle fertigzustellen. Aber worauf genau kommt es im Bewerbungsschreiben an?

5 Dos für dein Bewerbungsanschreiben: Darauf solltest du achten

1. Dich gut vorbereiten und informieren

Bevor du mit deiner Bewerbung beginnst, informiere dich über den Betrieb, bei dem du dich bewerben möchtest. Größe, Anzahl der Mitarbeiter, Projekte, an denen der Betrieb mitgewirkt hat … Je mehr du weißt, desto besser kannst du dein Anschreiben passend zum Betrieb gestalten.

2. Deine Motivation für den gewählten Beruf zeigen

Warum interessierst du dich für eine Lehre im Malerhandwerk – und warum genau für diesen Betrieb? Was zeichnet dich aus, warum bist du für den Beruf geeignet? Bestimmt hast du dir bei der Suche nach einer Lehrstelle bereits viele Gedanken über diese Fragen gemacht.

3. Bezug zum gewählten Betrieb herstellen

Wie bist du auf den Betrieb gestoßen, bei dem du dich bewirbst? Hast du vielleicht während der Schulzeit ein Praktikum gemacht? Haben deine Eltern einmal von dem Betrieb ein Zimmer neu streichen lassen und du konntest dich ein wenig mit den Handwerkern unterhalten? Oder hast du dich auf einer Berufsmesse, in unserem Showtruck oder während des Wettbewerbs Betrieb trifft Schule über den Betrieb informiert? Erwähne diese Informationen auf jeden Fall in deinem Anschreiben.

4. Auf korrekte Rechtschreibung achten

Natürlich brauchst du für eine Ausbildung im Malerhandwerk nicht zwingend eine Eins in Deutsch. Trotzdem solltest du darauf achten, möglichst keine Rechtschreib- oder Kommafehler in deiner Bewerbung zu haben – und erst recht keine Tippfehler wie Buchstaben- oder Zahlendreher. Hier hilft dir die Rechtschreibprüfung deines Textverarbeitungsprogramms. Es kann jedoch auch nicht schaden, dein Anschreiben noch einmal gegenlesen zu lassen. Bestimmt helfen dir deine Eltern oder jemand von deinen Lehrerinnen und Lehrern hier gerne weiter.

5. Am Schluss noch einmal jedes Detail überprüfen

Es ist verlockend, die Bewerbung so schnell wie möglich abzuschicken. Doch es lohnt sich, nichts zu überstürzen und das Anschreiben lieber einmal mehr zu überprüfen als einmal zu wenig. Achte dabei auf jede Kleinigkeit: Stimmt der Name des Betriebs, hast du die korrekte Adresse und die richtigen Ansprechpartner verwendet? Ist das Datum der Bewerbung aktuell? Wenn diese sogenannten Formalia stimmen, zeigt das, dass du sorgfältig arbeitest und auf Details achtest – Eigenschaften, die dir auch auf der Baustelle nützen werden.

5 Don’ts für dein Bewerbungsanschreiben: Das solltest du vermeiden

1. Die gleiche Standard-Bewerbung an mehrere Betriebe schicken

Der Chef des Betriebs, bei dem du dich bewirbst, hat bestimmt schon sehr viele Bewerbungen gesehen: Da fällt es sofort auf, wenn du das gleiche Anschreiben für alle deine Bewerbungen verwendest. Ein unpersönlicher Text ohne Bezug zum gewählten Betrieb oder zu der ausgeschriebenen Stelle zeigt, dass sich derjenige keine Mühe mit der Bewerbung gegeben hat.

2.  „Sehr geehrte Damen und Herren”

Hierzu gehört auch, die richtige Ansprechperson für deine Bewerbung herauszufinden und diese persönlich anzusprechen. Oft hilft dafür ein Blick auf die Website des Betriebes. Wenn du über eine Berufemesse in Kontakt mit dem Betrieb getreten bist, hast du vielleicht auch eine Visitenkarte bekommen, auf der du den richtigen Ansprechpartner findest. Falls das alles dich nicht weiterbringt: Greife zum Telefon, rufe beim Betrieb an und frage nach. Das zeigt Interesse und bringt Pluspunkte!

3. Ein ausschweifendes Anschreiben von mehreren Seiten

Dein Bewerbungsschreiben sollte inklusive Adresse und Grußformel eine Din-A4-Seite nicht überschreiten. Schließlich möchtest du deinen künftigen Betrieb nicht mit zu viel Text langweilen – im Anschreiben geht es darum, dich kurz und prägnant vorzustellen und hervorzuheben, warum du dich für die Lehre in diesem Betrieb interessierst. Das geht in wenigen gut strukturierten Absätzen.

4. Übertriebene Selbstdarstellung

Genauso wie auf zu viel Text solltest du auch darauf verzichten, dich übertrieben hervorzuheben. Dein zukünftiger Chef möchte nicht lesen, dass du das Allerbeste bist, was diesem Betrieb jemals passieren könnte, sondern einen authentischen Eindruck von dir als Person bekommen. Und wenn du tatsächlich schon alles perfekt kannst – wozu dann noch eine Lehre machen? Bleibe auf dem Teppich und vor allem ehrlich.

5. Knicke, Flecken etc.

Dieselbe Sorgfalt wie dem Text selbst solltest du natürlich auch der fertigen, ausgedruckten Bewerbung zukommen lassen – oder der Datei, die du per Mail versendest. Wenn aus Versehen ein Eselsohr oder ein Fleck auf die Bewerbung kommt, drucke sie noch einmal aus. Und bei einer Online-Bewerbung achte auf eine saubere Datei-Benennung: „[Dein Name]_Bewerbung bei [Name des Betriebes]” macht einen viel besseren Eindruck als “Anschreiben123”.

Der erste Schritt in Richtung Zukunft

Wenn du diese Punkte beachtest, hast du schon einen großen Schritt in Richtung Lehrstelle gemacht. Noch mehr Infos für deine Bewerbung findest du bei unseren Bewerbungstipps. Und falls du noch nach Betrieben suchst, die eine Lehre oder ein Praktikum im Malerhandwerk anbieten, schau doch einmal in unserer Betriebsbörse vorbei. Wir drücken allen angehenden Lehrlingen jedenfalls fest die Daumen, dass es mit der Wunsch-Lehrstelle klappt!

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