Bewusste Berufswahl: Baustelle statt Büro

Ein Bürojob kam für Tara nie in Frage. Was die 18-Jährige in der Ausbildung als Malerin und Lackiererin lernt und welche Tipps sie interessierten Bewerbern gibt, verrät sie im Interview.

„Manche Kunden schauen schon etwas überrascht, wenn ich auf der Baustelle auftauche“, erzählt Tara, Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr zur Malerin und Lackiererin (vergleichbar mit der Lehre zur Maler- und Beschichtungstechnikerin). Die sind allerdings schnell überzeugt, wenn sie sehen, dass die 18-Jährige genauso hart anpackt wie ihre männlichen Kollegen. Dass sie gerne mit Männern zusammenarbeitet, war Tara schon früh klar: „Ich finde Jungs einfach unkomplizierter – in meinem Freundeskreis gibt es fast nur Männer.“ Auch deshalb absolvierte sie während der Schulzeit ein Praktikum bei einem Malerbetrieb. Es gefiel ihr dort so gut, dass sie direkt um eine Woche verlängerte. „Ich wollte einfach noch mehr Einblicke in den Beruf bekommen.“ Die Einblicke haben offenbar überzeugt und Tara kommt gerne in ihren Betrieb: „So etwas wie eine Jobroutine gibt es bei uns nicht. Jeder Tag ist neu und überraschend: Neue Kunden, eine neue Baustelle, neue Aufgaben.“

„Wir machen viel mehr als Streichen”

Nach wie vor ist die 18-Jährige fasziniert davon, wie sie mit ihren Kollegen einen Raum komplett verändern kann: „Manchmal kommen wir morgens auf die Baustelle und am Abend sieht es dort völlig anders und tausend Mal schöner aus. Da geht man dann schon mit einem tollen Gefühl nach Hause.“ Anstrengend sei der Beruf natürlich trotzdem– vor allem körperlich. Und etwas Mut gehöre schon auch dazu, sich für eine Ausbildung zur Malerin und Lackiererin zu entscheiden. „Vor allem Mädels sollten nicht auf den Mund gefallen sein. Auf der Baustelle herrscht schon mal ein etwas rauer Ton – hart, aber herzlich sozusagen.“

Arbeitserfahrung sammeln

Wie es nach der Ausbildung weitergeht? „Erstmal möchte ich meine Gesellenprüfung gut abschließen. Und dann noch ein paar Jahre Berufserfahrung sammeln“, sagt Tara. In ein paar Jahren kann sie sich vorstellen, die Technikerschule zu besuchen und dort ihren Meister zu machen.

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