VORBEREITUNGEN 

Bevor du dich bewirbst, sammle möglichst viele Informationen über deinen Beruf, damit du dir sicher bist, dass er auch wirklich zu dir passt. Informiere dich online, frage Freunde oder Bekannte, die in der Branche arbeiten, oder unterhalte dich mit einem Lehrer, der dich gut kennt. Du kannst dich auch beim Jobcenter beraten lassen.

Wenn du dich für deinen Beruf entschieden hast, suche nach Lehrstellen. Am besten bewirbst du dich bei mehreren Betrieben gleichzeitig, um deine Chancen auf eine Lehrstelle zu erhöhen.

Der Arbeitsmarktservice Österreich bietet einen Beratungsservice für Schüler, Hochschulabsolventen und Studenten an. Ausführliche Informationen findest du auf der Website der AMS

BEWERBUNGSSCHREIBEN

Dein Bewerbungsschreiben gibt deinem zukünftigen Chef einen kurzen und guten Überblick über dich und deine Fähigkeiten.

Was muss ich beim Bewerbungsschreiben beachten?

Verfasse ein freundliches Anschreiben (max. eine DIN-A4-Seite). Besonders positiv ist es, wenn du dieses Anschreiben direkt an den Ansprechpartner in deinem Wunschbetrieb adressierst. Falls die Person weder in der Stellenausschreibung noch auf der Website des Unternehmens zu finden ist, bringt ein kurzer Anruf im Betrieb Klarheit.

Informiere dich außerdem, ob der Betrieb deine Bewerbung lieber per Post oder E-Mail bekommen möchte. Immer mehr Betriebe verzichten auf die klassische Bewerbungsmappe. Bei einer Bewerbung per E-Mail fasst du Anschreiben, Lebenslauf sowie Zeugnisse im Idealfall zu einer PDF-Datei zusammen. Dennoch ist hier natürlich dieselbe Sorgfalt nötig wie bei einer postalischen Bewerbung.

Was steht drin?

Hier erklärst du, warum du dich für diesen Beruf und diesen Betrieb entschieden hast – und warum du gut geeignet für die Stelle bist. Weise darauf hin, was dich auszeichnet, was du gut kannst und was du gerne tust. Zeige deine Stärken!

Zeugnisse und Nachweise

Schulzeugnis, Praktikumsnachweis, handwerkliche Hobbys? Zeig, was du kannst und bisher schon geleistet hast!

Wie wichtig sind meine Schulnoten?

Deine Zeugnisse sind nicht alleine ausschlaggebend für eine Einstellung, können deinem Betrieb aber Tendenzen deiner Arbeitsbereitschaft zeigen. Du solltest alles sauber und gut geordnet beisammen haben. Vor allem dein aktuellstes Schul- oder Abschlusszeugnis ist wichtig. Zeugnisse über vergangene Schuljahre brauchst du deiner Bewerbung nicht beifügen. Deine Unterlagen sollten natürlich frei von Eselsohren, Kaffeeflecken, Kritzeleien oder Ähnlichem sein.

Bescheinigungen über Praktika, Kurse, Hobbys oder freiwillige Tätigkeiten und Nebenjobs zeigen deinem Wunschbetrieb, dass du dich auch in deiner Freizeit engagierst. Darum lege deiner Bewerbung auch diese Nachweise unbedingt bei.

Was muss ich beachten?

Wenn du deine Bewerbung per Post sendest: Verschicke immer nur Kopien, nie die Originale. Manche Arbeitgeber verlangen auch beglaubigte Kopien, um die Sicherheit zu haben, dass deine Zeugnisse nicht gefälscht sind. In deiner Schule oder im Rathaus deiner Stadt kannst du solche amtlich beglaubigten Kopien anfertigen lassen.

Lebenslauf und Foto

Ein nettes Lächeln und ein gut strukturierter Lebenslauf bringen dich einen Schritt weiter in Richtung Traumjob.

Brauche ich unbedingt ein Bewerbungsfoto?

Das Bewerbungsfoto ist keine Pflicht mehr, kann aber für einen guten ersten Eindruck von Vorteil sein. Für das Foto solltest du unbedingt zu einem professionellen Fotografen gehen (keine Selfies oder Urlaubsfotos!). Du kannst es auf einem separaten Deckblatt platzieren oder direkt auf dem Lebenslauf.

Achte bei deiner Kleidung darauf, dass sie sauber und ordentlich ist. Es muss kein Anzug oder Kostüm sein, ein hübsches Hemd oder Poloshirt reicht vollkommen aus.

Wie schreibe ich einen Lebenslauf?

Der Lebenslauf sollte in einer Tabelle einen strukturierten Überblick bieten. Orientiere dich an einer guten Vorlage und bitte notfalls jemanden um Hilfe, der gut mit dem Computer umgehen kann und alles in eine schöne Form bringt.

Tipp

Verwende maximal zwei Schriftarten und Schriftgrößen (eine für Überschriften, eine für normalen Text). So sieht dein Lebenslauf auf den ersten Blick viel ordentlicher aus.

Wie ist mein Lebenslauf aufgebaut?

  • Bewerbungsfoto nach oben

  • Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse (etwa Vorname.Nachname@…), Geburtsdatum und -ort

  • Schulbildung mit voraussichtlichem Abschluss

  • Berufserfahrung (u.a. Ferienjobs, ehrenamtliche Arbeit und Nebenjobs)

  • besondere Kenntnisse (z. B. Sprachen, Computerkenntnisse, besuchte Kurse)

  • persönliche Stärken und Hobbys

  • Datum und Unterschrift

Checkliste

Bevor du die Bewerbung losschickst, solltest du die Unterlagen noch einmal sorgfältig durchlesen, um Fehler zu vermeiden und sicher zu sein, dass alles komplett ist. Bitte deine Eltern oder Freunde, dir zu helfen. Je mehr prüfende Augen, desto besser.

Wichtig

  • Weiß ich genug über die Firma und den Beruf?

  • Habe ich eine saubere, passende Mappe, in der ich alles übersichtlich verschicken kann?

  • Habe ich ein gutes Foto vom Fotografen?

  • Ist mein Anschreiben freundlich und fehlerfrei?

  • Sind alle Zeugnisse und Nachweise da?

  • Ist mein Lebenslauf komplett und gut strukturiert?

  • Was sage ich im Vorstellungsgespräch?

  • Welche Fragen kann ich stellen?

  • Habe ich passende Kleidung für das Gespräch?

Bewerbungsgespräch

Der große Tag ist gekommen und du stellst dich beim Betrieb vor. Was gegen Aufregung hilft und einen guten Eindruck macht: gut vorbereitet sein!

Wie bereite ich mich auf das Gespräch vor?

Informiere dich über die Firma und überlege dir, was du sagen, antworten und fragen könntest. Vorab kannst du dir mögliche Fragen („Warum wollen Sie Maler/-in und Beschichtungstechniker/-in werden?“) und die Antworten dazu aufschreiben und durchspielen. Was könnte dein Gegenüber von dir wissen wollen und was könnte deine Antwort sein? Noch besser: mit den Eltern oder Freunden das Vorstellungsgespräch üben.

Wichtig

Im Gespräch lieber die Wahrheit sagen als etwas erfinden! Wenn es um Dinge geht, mit denen du noch nicht oder wenig in Berührung gekommen bist: „Darin habe ich bis jetzt wenig Erfahrung, aber ich kann mir gut vorstellen, das zu lernen“, ist besser als „Ja, das kann ich alles schon.“ Denn: Du machst ja eine Lehre, um Neues zu lernen!

Was sind typische Fragen?

  • Warum wollen Sie Maler/-in und Beschichtungstechniker/-in werden?

  • Warum wollen Sie in diesem Betrieb arbeiten?

  • Mögen Sie körperliche Arbeit?

  • Können Sie sich vorstellen, auch mal im Büro zu sitzen?

  • Mögen Sie Arbeit im Freien?

  • Können Sie gut im Team arbeiten?

  • Sind Sie ein pünktlicher Mensch?

  • Sind Sie kommunikativ oder eher ein Einzelgänger?

  • Haben Sie schon mal etwas gestrichen oder lackiert?

  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit gerne?

  • Was ist Ihr liebstes Schulfach?

Dein Auftreten

Bist du passend und ordentlich gekleidet? Hemd, Krawatte und Anzug passen nicht unbedingt in einen Handwerksbetrieb, ein schlichtes, sauberes Hemd oder Poloshirt ohne Aufdruck und dunkle Hosen oder auch Jeans (ohne modische Flicken und Risse!) sind in Ordnung. Schaffst du es pünktlich zum Termin? Sprichst du deutlich und bist höflich? Was auch hilft: eine gerade, offene Körperhaltung, keine verschränkten Arme, nicht nuscheln. Wenn das alles stimmt, kann fast nichts mehr schiefgehen. Viel Erfolg!

WIE FINDEST DU EINEN PASSENDEN LEHRBETRIEB? 

In unserer Lehrstellen- und Praktikumsbörse kannst du Betriebe in deiner Nähe finden und direkt Kontakt aufnehmen.

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